Waffen im Mittelalter

Weapons in the Middle AgesWenn es um Waffen ging fehlte es den Schmieden des Mittelalters nicht an Kreativität. Allein das Online-Lexikon Wikipedia listet 99 verschiedene Waffenarten und wahrscheinlich hat es noch einige mehr gegeben, von denen es aber entweder keine Funde oder keine Aufzeichnungen gibt.

Wir wollen einmal die wichtigsten – abgesehen von den Schwertern – vorstellen:

Armbrust

Diese sogenannte Fernwaffe war schon zu Zeiten der alten Griechen bekannt, wurde aber erst um 800-900 zur Kriegswaffe perfektioniert und fand ihren ersten strategischen Einsatz 1066 im Krieg der Angelsachsen gegen die Normannen. Letztere setzten in größerem Maßstab diese Armbrüste an, wie Funde später zeigten.

Lanze

Lanzen wurde vor allem von den Fußtruppen eingesetzt, weil sie recht günstig zu produzieren waren und – von großen Truppenaufmärschen gehalten – eine Art Barriere an der Frontlinie darstellten, die schwer überwindbar war. So gut man damit den Gegner auf Distanz halten konnte, so schlecht war die Lanze als Waffe zu handhaben wenn er näher kam.

Katapult

Schon die Römer benutzen Katapulte, aber im Mittelalter wurden sie vor allem bei Belagerung eingesetzt. Mit Katapulten konnten Steine und Pfeile, später auch brennende Substanzen über größere Distanzen geschossen werden. Der korrekte Name der bis zu 12 Tonnen schweren Gebilde war Bilde, und sie konnten Lasten bis zu 300 Meter weit schießen. Zur Verteilung wurde auch kleinere Geräte mit Reichweiten von 80 Metern, dafür aber schnelleren Schlussfolgen eingesetzt.

Rammbock

Die beste Belagerung nutzt nichts wenn man an Ende die Tür nicht aufmachen kann. Hier kam der Rammbock zum Einsatz. Oftmals war es nur ein großer Baumstamm, der von mehreren Männern getragen wurde. Es gab aber auch schwere Wagen, die man mit einem Rammbock ausstattete und dann mit hoher Geschwindigkeit auf ein Tor oder eine Mauer rüsten ließ. Eine weitere Konstruktion war ein schwingender Stamm, der ähnlich wie heute eine Abrisskugel funktionierte.

Hellebarde

Sie war eine Mischung aus Hieb- und Stichwaffe, mit der man sowohl angreifen als auch versuchen konnte eine Rüstung zu zerschmettern. Noch heute ist sie die Waffe der Schweizer Garde.

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